Plötzlich fiel vor uns steil ein Abrund ab. Wir standen am Rande des Kratersees. Dieser war aber völlig leer, wird aber "Laut Pasir", das heißt "Sandmeer" genannt. In der Mitte erhoben sich zwei Bergstöcke. Aus dem einen stieg milchigweißer Rauch. Es war der Bromo.
Wir ritten nun weiter in Richtung des Kraters. Als wir auf einem kleinen Hügel ankamen, sahen wir die Sonne als glühenden Ball hinter dem Horizont auftauchen. Aber schade!
Gleich darauf verschwand sie hinter einer Wolke, sodaß wir von dem Sonnenaufgan nicht viel zu sehen bekamen.
Beim Ritt durch den Sandsee nahm mein Gaul so eine Geschwindigkeit an, daß ich mich am Sattel festhalten mußte. Plötzlich blieben alle drei Pferde stehen. Sie waren dressiert, nicht weiter zu gehen; denn nun fing eine Gegend voller Spalten und Löcher an. So mußten wir die letzten 100 Meter zu Fuß zurücklegen. Es ging sehr steil hoch, zum Schluss an die 55 Grad.
Als wir dann am Kraterrand standen, war der starke Schwefelgeruch wie weggeweht. Das Loch des Kraters war wohl an die fünfzig Meter tief. Auf seinem Boden waren mehrere kleine Schlote. Aus diesen Löchern kam stoßweise Schwefeldampf. Dise kleinen Ausbrüche waren von Donnern begleitet, welches wir schon vorher gehört hatten. Aber auch aus einigen kleinen Schwefelflecken kam Schwefeldampf.
Die schönsten Bilder vom Bromo/Tengger gibt es auf der Webseite der
University of Dakota